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Die nachfolgenden Termine beziehen sich auf die Ausbildungsgruppe V2.
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1. Modul : “Improvisation / Schauspieltraining”
24. bis 29. Oktober
2010
ggf. 07. bis 12. November 2010
Kursleitung: Bruno Zühlke
Wie gelingt es mir, wie ein unbeschriebenes, weises Blatt Papier auf die Bühne zu treten und mich selbst überraschen zu lassen von den Bildern, Geschichten und Begegnungen, die sich
scheinbar aus dem Nichts entwickeln? Bilder, die man sich nicht ausdenken kann und die aus der freien Assoziation entstehen. An Hand von verschiedenen Improvisationstechniken finden wir Antworten auf
diese Frage. Wir entwickeln schrittweise eine Methode, wie wir die Türen zu immer neuen Ideen und Geschichten finden und öffnen können. Die freie Improvisation schafft uns Augenblicke der
Kreativität. Unser Körper, unsere Stimme und Sprache geben uns Ausdrucksmöglichkeiten für die Assoziationen und Geschichten, die zwischen Bühne und Zuschauerraum schlummern und darauf warten,
entdeckt und gespielt zu werden. Schließlich wollen wir herausfinden, wie wir Improvisation mit Zirkustechniken verbinden können.
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2. Modul: Theorie - Praxis
09. bis 14. Januar 2011
Kursleitung: Samuel Jornot, Bruno Zühlke, Andreas Balzer ggf. weitere Dozenten
In dieser Woche wird wissenschaftliches Hintergrundwissen vermittelt, welches für die zirkuspädagogische Arbeit von besonderer Relevanz ist. Neben der theoretischen Erörterung in Form
von Referaten wird ihre Bedeutung und Auswirkung auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen reflektiert und wenn möglich praktisch umgesetzt. Themen sind unter anderem: Entwicklungspsychologie,
Bewegungslernen und Gesundheit, Gruppendynamik, Trainingsplanung, Administration und Organisation, Rechtsfragen. Außerdem werden Materialkunde und Sicherheitsfragen behandelt.
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3. Modul: “Arbeitem mit Objekten / Requisiten”
06. bis 11. März 2011
Kursleitung: Samuel Jornot
Das Requisit ist kein passives Objekt, welches wir als Artisten manipulieren und mit Technik „beherrschen“, sondern aktiver Partner mit seinem Eigenleben, seinem Rhythmus, seinen
besonderen Bewegungsqualitäten, seiner Sprache und Ausdrucksfähigkeit. Wir entdecken nicht nur traditionelle Zirkusrequisiten, sondern befassen uns kreativ vorwiegend mit großen
Gebrauchsgegenständen, Möbel, Materialien aus dem Alltag oder von der Müllhalde. Ausgehend von deren offenkundigem „Verwendungszweck“ erforschen wir weitere Spielmöglichkeiten. Mit unserem
Körper treten wir mit dem Objekt-Partner in Kontakt, um mit ihm zu kommunizieren und ihn zum Eigenleben zu erwecken. Seine Reaktionen beeinflussen unser Spiel und verändern unsere Technik. Zuschauend
entdecken und reflektieren wir die Bedeutung erzeugende Wirkung des Zusammenspiels von Mensch und Objekt, Grundlage der faszinierenden Bildhaftigkeit von Zirkuskunst.
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4.Modul “Inszenierung / Choreografie zirzensicher
Bilder”
16. bis 21. April 2011
Kursleitung: Samuel Jornot
In der Arbeit an Zirkusgeräten entdecken wir die einem Körper, einer Bewegung, einer Handlung innewohnende Aussagekraft. Sinn und
Aussage dieser Bilder werden weder ersonnen noch geplant, sondern entwickeln sich in einem gemeinschaftlichen kreativen Prozeß zwischen Artist und Regisseur. Durch vorurteilsfreie Beobachtung und
behutsame Inszenierung üben wir unsere Fähigkeit, versteckte Bilder für Zuschauer erkennbar zu machen. Wir lassen uns dabei nicht von eigenen Ideen leiten, sondern von unseren Emotionen während des
Betrachtens, von unserer Empfänglichkeit für die metaphorische Aussagekraft zirzensischer Bilder. Die Inszenierung mit ihren Instrumenten - Musik, Licht, Bühnenbild, dramaturgischer Aufbau - lebt im
Spannungsfeld zwischen der Sensibilität und Offenheit für die oft verborgene Aussage eines Bildes und dem Bedürfnis nach persönlicher Interpretation.
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5. Modul: Projektwoche
24. bis 29. Juli 2011
Kursleitung: Bruno Zühlke, ggf. weitere Dozenten
Während der ersten Phasen konnten die TN praktische Erfahrungen im Übungsleitertraining sammeln. In der Woche nun wird Didaktik und Methodik in der Zirkuspädagogik im Mittelpunkt
stehen. Ziel der Woche ist die Erweiterung fachlicher und sozialer Kompetenzen im zirkuspädagogischen Unterricht. Die Ausbildungsgruppe wird im Rahmen dieser Projektwoche mit einer Schulklasse ein
zirkuspädagogisches Projekt durchführen. Alle Übungsleitereinheiten werden gezielt vorbereitet, beobachtet und reflektiert. Die methodische Anleitung, die Analyse von Lernprozessen und die
Beobachtung gruppendynamischer Abläufe werden theoretisch wie praktisch im Vordergrund stehen
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6. Modul (2 Wahlmodule) 11. bis 16. September 2011
6a.) Modul: “Stimme, Sprache, Rhytmus, Text”
Kursleitung: Helga Kröplin und Bruno Zühlke
Mit der Schulung der eigenen Stimme und Sprache erweitert der Zirkuspädagoge in mehrerer Hinsicht seine Kompetenz. Für die praktische Arbeit mit Gruppen ist ein ausgewogener Gebrauch
der eigenen Stimme unerläßlich. Für die künstlerische Arbeit wird der Gebrauch von Stimme, Sprache und Text auch in der Zirkuskunst, gerade bei innovativen Formen des Zirkus, wie z.B. beim
Zirkustheater, immer wichtiger. Atem- und Körperarbeit sowie Dehnung und spielerisch rhythmische Lockerung bilden die Basis für das Training von Stimme und Sprache. Die Arbeit an Intonation,
Artikulation, Stimmpotential, Ausdruck und Gestaltung von Texten stehen im Mittelpunkt. Dabei wird jeder Teilnehmer in seinen Individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten herausgefordert und
gefördert. Schließlich wird es im Workshop um die Verbindung von Stimme, Sprache und Text mit Zirkustechniken gehen.
6b.) “Tanz, Objekt & Choreografie”
Kursleitung: Günter Klingler
Wir untersuchen choreographische Grundprinzipien, die sowohl für tänzerische als auch für zirzensische Prozesse gelten. Der bewußte Umgang mit Raum und Zeit ist dabei eine der
wichtigsten Grundkomponenten. Des Weiteren erforschen wir Gruppenkonstellationen (Solo-, Duett-, Großgruppensituation) und lernen das Prinzip der „Instant Choreography“ kennen. Bei der
Objektarbeit sind Körper und Objekt „gleichberechtigt“, d.h. der Körper erzählt, indem er sich in Beziehung zum Objekt setzt. In der Entfremdung des Objekts sind wir auf der Suche nach starken
Bildern und der Kreation neuer Zusammenhänge. Außerdem können in Bewegungssysteme Objekte integriert werden, die zunächst nichts mit den Bewegungsabläufen zu tun haben. Das Ergebnis sind
Choreographien, bei denen Objektmanipulation und Bewegung ineinander greifen und sich verblüffend vielschichtige Spielvariationen ergeben.
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7. Modul: Kolloquium 16. bis 18. September 2011
Kursleitung: S.Jornot, B. Zühlke, ggf. weitere Dozenten
Direkt im Anschluss an die Walhlmodule treffen sich alle Teilnehmer zu einem Kolloquium in Form eines Abschlussexamens. Jede/r Teilnehmer hat im Vorfeld ein zirkuspädagogisch
relevantes Thema schriftlich zu behandeln. Diese Arbeit wird sie/er während des Kolloquiums in einer offenen Diskussion argumentativ vertreten. Außerdem führt jede/r TN eine eigenständig vorbereitete
zirkuspädagogische Lerneinheit mit Teilnehmern aus der Ausbildungsgruppe oder mit einer externen Zirkusgruppe durch.
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